Bei Erkältungen nicht abwarten, sondern Tee trinken

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Das einfachste und vermutlich auch das älteste Arzneimittel ist der Tee. Hierzu werden Pflanzenteile aufgekocht oder mit kochendem Wasser übergossen. Beispiele sind Pfefferminztee, Kamillentee oder Fencheltee. Die Auswahl an Teesorten ist riesig. Gerade in der kalten Jahreszeit erfreut sich das warme Getränk großer Beliebtheit. Doch woran erkennt man gute Qualität?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen schwarzem und grünem Tee, Früchte- und Kräutertee, wozu auch der in den letzten Jahren populär gewordene Roibuschtee zählt.

Schwarzer und grüner Tee stammen von der selben Pflanze, dem Teestrauch, nur werden sie unterschiedlich weiterverarbeitet.

Früchte- und Kräutertee werden aus Blüten (z. B. Kamille und Malven), Blättern (z. B. Pfefferminze), Samen (z. B. Fenchel), Früchten (z. B. Hagebutten) oder Wurzeln gewonnen.

Prinzipiell gilt: Guter Tee riecht frisch, v. a. Farbe und Geschmack zeigen die Qualität. Loser Tee ist in der Regel besser als Beuteltee. Heilpflanzentees aus der Apotheke müssen einen hohen Qualitätsstandard erfüllen: Das Arzneibuch schreibt einen definierten Wirkstoffgehalt vor und verbietet Verunreinigungen und Schadstoffe.

Wichtig bei Tee ist ja auch die richtige Zubereitung. Was gibt es dabei zu beachten?

Bei der Zubereitung kommt es v. a. auf Dosierung, Ziehdauer und Wasserqualität an. Die Tees sollen immer mit kochendem Wasser übergossen werden.

Kräutertees entfalten die beste Wirkung, wenn sie fünf bis zehn Minuten gezogen sind. Grüner und schwarzer Tee sollten zwei bis drei Minuten ziehen, wenn sie anregend, fünf Minuten, wenn sie weniger anregend wirken sollen.

Es gibt aber auch Heilpflanzen-Tees, die mit kaltem Wasser „gekocht“ werden müssen: Bärentraubenblätter-Tee gegen Blasenentzündungen z. B. wird mit kaltem Wasser angesetzt. Die derben Blätter enthalten viele Gerbstoffe, die sich in warmen Wasser besser lösen würden und den Magen belasten könnten. Wenn Sie spezielle Fragen zur Zubereitung ihres Tees haben, hilft Ihnen Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker in der Nähe immer weiter.

Tee ist eines der ältesten Arzneimittel. Gibt es typische Anwendungsgebiete?

Erkältungen beispielsweise lassen sich sehr gut mit Tees behandeln: Abhängig von seinen Beschwerden kann man sich in der Apotheke spezielle Tees mischen lassen. Zum Beispiel löst ein Tee mit Efeublättern, Thymiankraut, Primel- und Süßholzwurzel Schleim, eine Mischung aus Eibischwurzel, Isländisch Moos, Malvenblüten und Fenchel beruhigt bei Hustenreiz die Atemwege, und ein Tee mit Holunder- und Lindenblüten senkt die erhöhte Körpertemperatur.

Hustentees sollten übrigens immer gesüßt getrunken werden: Die so angeregten Geschmacksknospen reizen Nerven, die wiederum den Schleim verflüssigen und das Abhusten erleichtern.

Bei Halsentzündungen wird ein Salbeitee zum Gurgeln eingesetzt.

Bei Schnupfen bringt Kamillentee zur Inhalation Linderung. Daneben gibt es eine Vielzahl von Heilpflanzentees, die bei Erkältungskrankheiten oder anderen Beschwerden angewandt werden können.

Lassen Sie sich in der Apotheke Ihres Vertrauens beraten, hier kennt man viele Teerezepte und kann auf die individuellen Wünsche eingehen.

Im Bild: Klostergarten von Tepla

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